Do's & Don'ts für Blogger - Ein Leitfaden [Teil 2]

Samstag, 19. August 2017


Willkommen zum Leitfaden Do's & Don'ts für Blogger! 

Nach DO'S & DON'TS für Autoren habe ich nun Beitrag für Blogger erstellt. Dieser wird sich in einigen Punkten mit dem für Autoren überschneiden, jedoch direkt für Blogger ausgerichtet sein. Warum ich diesen schrieb, was er für mich ist und was euch in dieser Reihe erwartet, könnt ihr HIER nachlesen. Dort kommt ihr auch zum Leitfaden für die Autoren :)


In Teil 2 beschäftigen wir uns mit:

Rezensionen - Wie geht das? 
Spoiler? Kann man das essen?
Rezensionsexemplare - Wen schreibe ich an und wie mache ich das? 


Rezensionen - Wie geht das? 

Ich würde euch gerne sagen, dass es ein Geheimrezept für DIE PERFEKTE Rezension gibt, aber das wäre gelogen. Es gibt wie immer nur bestimmte Dinge, die wir versuchen können umzusetzen, aber wie bei allen anderen Dingen müssen auch Rezensionen zu dem Blogger passen, der sie verfasst. 

AUTHENTIZITÄT! 
LEIDENSCHAFT! 
QUALITÄT! 

3 Zutaten, die zusammen eine gute Mischung ergeben und wenn ihr ordentlich schüttelt, kommt am Ende eine gute Rezension dabei raus, die nicht nur euch gefällt, sondern auch dem Leser. 

Aber fangen wir von vorne an. 
Zuerst muss ich es sagen... Es heißt IMMER Rezension - nicht Rezession. Egal, ob ihr am Handy oder PC seid, ob betrunken oder nüchtern, ob fröhlich, traurig, während eines Meteoriteneinschlags oder Erdbebens. REZENSION! Eine Rezession ist etwas vollkommen anderes ([leichter] Rückgang der Konjunktur). Also, bitte achtet darauf und nein, die Schuld der Autokorrektur zu geben zählt nicht mehr. Wem das einmal passiert, dem sollte es kein zweites Mal passieren. 

Rezensionen und die Art wie sie geschrieben werden sind Typ abhängig. Setzt euch mit euch selbst und den Dingen, die ihr besprechen wollt, auseinander und ihr findet euren Weg. Ich für meinen Teil gebe zum Inhalt immer nur den Klappentext an, fasse ihn nicht in eigenen Worten zusammen und gehe auch sonst eher weniger (SPOILER) darauf ein. Dafür lege ich viel Wert auf den Ausdruck meiner Gefühle. Was hat das Buch mit mir gemacht? Wie habe ich mich gefühlt? Bei Büchern, die mich weniger packen, kommen meist Sprachstil und Charaktere besonders zum Zug. 
Je nach Buch variiert es. 
Grundsätzlich sollten diese Dinge vorhanden sein: 
BUCHTITEL
AUTOR
(VERLAG) 
BUCHFOTO (COVER) 
INHALT 
MEINUNG

Den Inhalt könnt ihr mit der Meinung verbinden oder die beiden Sachen trennen. Ihr könnt eure Rezension als Block schreiben oder in einzelne Themen trennen, z.B. Charaktere, Plot, Stil, Meinung, Fazit etc. Da sind euch keine Grenzen gesetzt. Als Beispiel für verschiedene Arten von Rezensionen habe ich euch hier welche rausgesucht: 


Ihr müsst euch mit euren Rezensionen so wohl fühlen wie mit dem Blog. Es soll Spaß machen! Letztendlich gewichtet ihr danach, worauf ihr beim Lesen am meisten Wert legt. 

Wichtig (!) In der Kürze liegt die Würze? Das gilt nicht für Rezensionen! Es tut mir leid. Zack, Klappentext rein und mal schnell 3-4 Sätze geschrieben? Das ist KEINE Rezension. Zumindest für mich nicht. Zumindest nicht für einen Blogger. Bei Lesern ohne Blog verhält sich das anders. Aber IHR seid Blogger, also nehmt euch Zeit für das, was ihr liebt.

Grundsätzlich solltet ihr euch folgendes zusätzlich zu Herzen nehmen: Der Leser sollte immer etwas aus eurer Rezension mitnehmen können. Nicht nur, ob und wie euch das Buch gefallen hat, sondern im optimalen Fall auch das Gefühl, durch eure Rezension einschätzen zu können, ob es etwas für ihn selbst wäre. Macht neugierig. Das kann man mit einer positiven und einer nicht so positiven Rückmeldung zum Buch schaffen. 

Was noch? Ach ja! Da hätten wir eines der wichtigsten Dinge beinahe vergessen. Die gute Gürtellinie! Geht niemals darunter. Greift niemals Autor, Verlag oder Leser an. NIE! Das gehört nicht zum guten Ton, ihr seid kein Arsch! Sätze wie: Die Autorin kann nicht schreiben, wie kann der Verlag so einen Scheiß veröffentlichen oder wer das liest, muss echt (Satz beliebig beenden) haben in KEINER Rezension etwas zu suchen. Ihr seid nicht Queen Elizabeth und euer Geschmack (denn letztendlich ist es das und nicht mehr) ist nicht erhaben über den aller anderen. 

Weiter im Text? Aber ja :D

Spoiler? Kann man das essen?

Wo wir schon beim Thema sind... Menschen, die spoilern, sind DOOF! Ich wollte zuerst um den heißen Brei herumreden, aber das hat nicht geklappt.. also: Du spoilerst? Dann machst du Menschen grundsätzlich wütend oder traurig. Niemand will gespoilert werden. Wenn du also wichtige inhaltliche Aspekte anbringen und ausführen MUSST oder unbedingt WILLST, dann bitte NIEMALS (NIE NIE NIE NIE NIE) ohne Spoilerwarnung. Und zwar eine, die man sehen kann! Das gilt auch für gepostete Fotos auf Facebook und Co.! Auch Fotos spoilern (ohja!), z.B. bei Buchboxen. 

Aber wenn du meine Meinung dazu hören willst: Rezensionen brauchen keine Spoiler ;) Ach, was sage ich: nichts und niemand braucht das^^

Ich kann die Frage also mit nein beantworten. Spoiler kann man nicht essen! Aber die Leute werden dich den Wölfen zum Fraß vorwerfen, wenn du mit Spoilern arbeitest ohne sie zu kennzeichnen. 

Rezensionsexemplare - Wen schreibe ich an und wie mache ich das? 

Im ersten Teil haben wir ja schon geklärt: Rezensionsexemplare, ja, aber im guten Ausgleich zu Büchern, die ihr selbst kauft und nie als Grund für das Bloggen an sich! 

Bei Verlagen findet ihr auf der Homepage meist direkt Ansprechpartner für Blogger und die Presse. Einfach eine Email schreiben! Stellt euren Blog vor, euch und die Genre, die ihr gerne lest. Sagt, warum ihr gerade für diesen Verlag bloggen möchtet. Die Randomhouse Group hat dafür sogar ein eigenes BLOGGERPORTAL, in dem ihr euch anmelden und Rezi-Ex anfordern könnt. 

Denkt daran: Jedes angeforderte Buch will auch gelesen und rezensiert werden. Übernehmt euch nicht! Knüpft Kontakte, arbeitet zuverlässig und seid höflich. 

***

Ich hoffe, Teil 2 der Reihe hat euch gefallen oder geholfen. Seht ihr Dinge ähnlich, anders, genauso? Habt ihr Ergänzungen oder Fragen? Schreibt einen Kommentar, ich freue mich sehr :)

Im nächsten Beitrag erwartet euch Folgendes:

Social Media 
Likerunden
Mit dem Strom schwimmen


Kommentare:

  1. Hey Ava,

    deinen kleinen Leitfaden lese ich echt gerne, der ist wirklich sehr unterhaltsam und bestimmt auch hilfreich für Neulinge :) Wenn ich solche "Rezensionen" sehe, die nur aus drei Sätzen bestehen, farge ich mich jedes Mal, warum der- oder diejenige überhaupt Blogger ist. Ich lese gerne die unterschiedlichsten Arten von Rezensionen: kürzere, ausführliche, emotionale Fangirl-Eskalationen oder Rezensionen, die es "wissenschaftlicher" angehen, mit Pro und Contra - hauptsache es steckt die Liebe zum Lesen dahinter oder auch ein negatives Gefühl, weil man von einem Buch vllt enttäuscht wurde.

    Wenn Menschen, die sich Blogger nennen wollen, einen Autoren in ihren Rezensionen fertigmachen und haten, kann ich nur immer wieder den Kopf schütteln. "Dieses Buch ist Schrott" "Wer das liest, ist doof" Mit konstruktiver Kritik hat das nichts zu tun, aber solche Leute verstehen es dann meistens auch nicht, argumentieren mit Meinungsfreiheit -.-

    Liebe Grüße
    Lena von Awkward Dangos ♥

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    1. Liebe Lena,

      ich danke dir für deine Rückmeldung und Gedanken zum Thema! Ich bin ganz bei dir ;)

      Liebe Grüße!

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  2. Liebe Ava,

    hoffentlich wird irgendwann jeder begriffen haben, dass es Rezension heißt :D. ich habe ja die Theorie, dass viele vor allem deshalb "Rezi" schreiben, weil man dabei nicht versehentlich Rezession schreiben kann ;-).

    Auch was die 3-4 Sätze angeht, stimme ich Dir zu, denn davon habe ich als Blogbesucherin nichts. Das gilt umso mehr, wenn die drei Sätze auch noch fast immer identisch sind. Ansonsten denke ich auch, jeder muss da seinen eigenen Stil finden. Der eine ist eher nüchtern-analytisch veranlagt, der andere eher emotional, das darf man dann ruhig auch den Rezensionen anmerken, und beides findet seine Leser. Ich mag beides ganz gerne, aber ich will eine Begründung. Nur "tolles Buch" sagt mir nichts, ich will wissen warum. Ist die Geschichte außergewöhnlich? Ist es der Schreibstil, sind es die Charaktere? Was genau führt den nun zu dem Urteil, dass es "toll" ist? Wenn das fehlt, ist der Blog für mich uninteressant.

    Teils habe ich schon gelesen man könne ja gar nicht begründen, ohne zu spoilern, aber auch da bin ich ganz bei dir, Spoiler sind unnötig und man kann trotzdem viel über das Buch erzählen. Ich kann ja schreiben, dass mich die Wendungen in der Handlung nicht überzeugt haben, ohne dabei zu erklären, was genau an den Wendepunkten passiert, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

    Was ich ein wenig traurig finde, ist dass man den Punkt mit der Gürtellinie überhaupt aufführen muss. Leider ist es nötig, da es viele gibt, die sich nicht daran halten.

    Liebe Grüße

    Claudia

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    1. Liebe Claudia,

      ja, ich weiß, was du meinst. Besonders der letzte Punkt macht mich auch immer wieder sehr traurig.

      Liebe Grüße und DANKE!

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  3. Leider hast du den Ursprungsbeitrag zu den Rezi-Exemplaren nicht velinkt, aber ich würde mich freuen, wenn du noch andere Portale ergänzt - es gibt neben dem Bloggerportal u.a. Netgalley (E-Books), Lesejury (Bastei Lübbe) und LovelyBooks.

    Über den Fehler "Rezession" ärgere ich mich nichtmehr, denn davon hängt nicht die Qualität der Rezension ab. Schwierig wird's, wenn die Rechtschreibung so schlecht ist, dass ich den Beitrag schwer lesen kann. Aber dann hinterlasse ich eine Notiz und wünsche dem Blogger, dass er sich verbessert.

    Nicht gut finde ich diesen Satz: "Du spoilerst? Dann machst du Menschen grundsätzlich wütend oder traurig." - ich weiß nicht, ob das eine ironische Übertreibung war oder ob du das ernst meinst. Für mich hast du das ziemlich einseitig geschildert, vor allem, weil es "ein" Leitfaden ist. Es gibt viele Menschen, die Spoiler nicht mögen. Ich habe das akzeptiert. Aber mittlerweile ist das Selbstverständnis "no spoiler" so groß, dass Spoiler ein riesengroßer Fehler sind, den manche gern im Blogger-Ehrenkodex verewigen würden. Ich finde es verletztend, wenn Bloggern unterstellt wird, sie würden das absichtlich tun, um die Leser zu verärgern. Und wenn Blogger ihren Blog UND ihre Beiträge ausdrücklich und mehrmals damit kennzeichen, dass Spoiler verwendet werden.

    Ein Spoiler kann einem den Spaß am Buch nehmen, aber er ist kein Qualitätskritierium für eine Rezi. Es gibt Rezensenten, die ohne Spoiler ein treffendes Gefühl für das Buch vermitteln. Es gibt aber auch Rezensenten, die aus Spoilergründen nichts über den Inhalt sagen und die Rezension dadurch nicht greifbar wird.

    Ich finde Spoiler wichtig, um ein Buch einschätzen zu können. Um herauszufinden, was es von anderen unterschiedet. Und um zu erfahren, wie krass manche Themen im Buch behandelt werden. Die Rezensionen zu "Ein wenig Leben" haben mir einen guten Eindruck von der Wirkung gegeben, aber erst im Wikipedia-Artikel habe ich erfahren, wie weit die Selbstzerstörung der Figur geht. Es gibt leider nicht zu jedem Buch einen Wiki-Artikel.

    Als Rezensent hat man viele Möglichkeiten, den Text zu schreiben - man kann sie so formulieren, dass sie wie ein Buchtipp scheint oder man schreibt eine 5-seitige Analyse. Jeder Rezensent sollte entscheiden, was er gern schreibt und was ihm wichtig ist. Man sollte sich nicht von "no spoiler" davon abhalten lassen, eine Rezi so zu schreiben, wie man das gut findet. Vielleicht findet man weniger Leser, aber das ist in Ordnung.

    Eine Kennzeichnung finde ich gut, und ich nutze sie selbst, aber... auch ohne finde ich das ok.

    Fazit: Spoiler kann man mögen oder nicht mögen. Aber man sollte den Rezensent nicht dafür verachten, sondern trotzdem zeigen, dass man seine Arbeit schätzt.

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    1. Liebe Evy,

      grundsätzlich finde ich ein Hallo zuerst immer sehr schön ;)

      Leider hast du den Ursprungsbeitrag zu den Rezi-Exemplaren nicht velinkt - Da kann ich dir leider nicht folgen. Welchen meinst du?

      Ich danke dir für deine Meinung und deinen Eindruck. Leider ändert sich dabei nichts an meiner. Ich habe im Leitfaden bereits in den vorherigen Beiträgen deutlich gemacht, was dieser Leitfaden für mich ist: Dieser Leitfaden ist kein Regelblatt. Dieser Leitfaden ist etwas, das euch vielleicht einfach eine Hilfe sein kann. Ich werde versuchen, euch zu zeigen, was gut ankommt, was man tun und was man meiden sollte.
      Dabei behaltet folgende Dinge immer im Kopf:
      1) Dieser Leitfaden ist subjektiv und ihr solltet ihn auf euch abstimmen.
      2) Vieles KANN, nichts MUSS! (Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit eines KANN bei vielen Aktionen sehr hoch.)
      3) Es gibt keine Garantie
      4) Sei immer du selbst, alle anderen gibt es schon
      5) Das Zauberwort ist LEIDENSCHAFT!
      Ich als Bloggerin und Autorin habe mittlerweile (so hoffe ich) einen guten Mittelweg für alles gefunden, aber dennoch: es ist MEIN Weg. Ihr müsst euren finden!

      Heißt: ich zeige hier meine Einstellung und Sicht auf das Bloggen und versuche dabei eine allgemeine Sicht nicht außen vor zu lassen. Für mich gehört es definitiv zur Qualität, ob dort Rezension oder Rezession steht. Ich freue mich aber, wenn es dich nicht stört oder du das nicht so eng siehst.
      Zu Spoilern: Auch da freue ich mich, wenn dadurch weder verärgert, traurig oder ähnliches bist. Ich werde und bin es oft! Ich bin der Meinung, spoiler sind in einer Rezension nicht notwendig, aber ich sage nicht, dass man sie nicht nutzen darf. Nur sollte JEDER Spoiler gekennzeichnet sein, damit der Leser die Möglichkeit hat zu entscheiden, ob er gespoilert wird oder nicht. Das hat etwas zu tun mit MITDENKEN, Rücksicht auf den Leser nehmen. Der Rezensent kann so seine Art der Rezension umsetzen und tritt dabei niemandem auf die Füße, egal, ob Blog, FB oder Amazon.

      Und ich schätze jeden Blogger, der seine Rezensionen mit Leidenschaft und Herzblut schreibt. Egal ob mit oder ohne Spoiler. Was ich nicht schätze, das sind nicht gekennzeichnete Spoiler! So einfach ist das :)

      Liebe Grüße!

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    2. Hallo!

      Ich denke es kommt darauf an, wofür man diese Rezension konkret liest. Wenn ich vor dem Lesen bereits den kompletten Inhalt wissen will (warum auch immer) macht eine Rezension die Spoiler enthält Sinn. Wenn ich eine Rezension nach dem Lesen lese um zu schauen was andere über das Buch denken, geht das auch klar.

      Ansonsten finde ich es weder sinnvoll noch notwendig, Spoiler einzubauen. Und ich persönlich finde es gelungen, wenn jemand Inhalt und eigenen Eindruck spoilerfrei darstellen kann.

      Spoiler nicht zu kennzeichnen geht gar nicht. Ich will schon selbst darüber entscheiden können, was ich über das Buch erfahre und was nicht. Und nichts anderes will Ava in ihrem Beitrag sagen.

      Lieben Gruß,
      Nicci

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    3. Hey,

      Also dieser Meinung kann ich mich leider nicht so wirklich anschließen.

      Noch persönlich stören Spoiler zwar nicht so sehr wie andere, dennoch, finde ich, kann man Bücher, Themen oder Figuren so umschreiben ohne wirklich zu spoilern und denke auch, das Spoiler nur dann notwendig sind, wenn du diesen Punkt als super wichtig erachtest.

      Als Beispiel nehme ich hier mal "Tote Mädchen lügen nicht", die Serie. Wenn jemand wissen will wie zerstörerisch das Ende ist, wie viel gezeigt wird oder wie die Punkte waren, die sie aufzählt, muss ich nicht sagen, was man sieht, sondern ich sagen, dass man am Ende mehr sieht; als einem vielleicht gut tut. Ich kann sagen, dass ich einzelne Punkte richtig bewegend fand und auch gewisse Themen (hier dann die Themen nennen) Einzug fanden. Muss ich dafür die ganze Serie und Thematik in einer Rezension auseinander nehmen, um ein Gefühl dazu zu bekommen, wie tief das Ganze reicht? In meinen Augen eigentlich nicht - aber das ist ja zum Glück subjektive Meinung.

      Mir persönlich haben viele Spoiler in Rezensionen den Spaß am Buch genommen, oder an den Serien. Ich will angefixt werden und keine Analyse lesen (nä Nicci 😂☝️)

      Wer spoilern will und wer das lesen möchte, sollte es auch immer kennzeichnen. Es geht also weniger darum, dass man gar nicht spoilern sollte, sondern mehr, dass man, wenn man es tut, es kennzeichnet. Nicht jeder möchte alles detailliert wissen, sondern einfach einen Eindruck vom Buch gewinnen. Andere wiederum möchten eine Renzeison lesen, um zu wissen worauf sie sich einlassen - hier machen Spoiler durchaus Sinn und da kommen wir zum Thema - kennzeichnen sollte man es aber. Nicht jeder WILL es wissen und es sollte jedem selbst überlassen sein, wie viel er wirklich lesen will und genau diese Spoiler sind Grund dafür, wieso ich nur noch von ausgewählten Bloggern die Rezensionen lese und nur noch bei gelesenen Büchern auch auf neue Blogger zurückgreife, oder bewusst Leute nach Spoilern frage - aber auch hier:Hallo spoilerwarnung und ich möchte es bitte selber entscheiden.

      Die große Frage darüber ist für mich nur: ab wann gilt etwas als Spoiler? Ist es ein Spoiler zu sagenwer in HP stirbt; wenn es Kult ist, oder nicht? Usw usw


      Liebe Grüße,
      Anna

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    4. Ich freue mich, dass wir die Diskusion so sachlich führen. Ich finde den Beitrag insgesamt gut geschrieben, aber ich fand die Aussage, dass man mit nem Spoiler Leute wütend oder traurig macht, zu krass formuliert. Du hast recht: Es ist eine Möglichkeit, die von vielen Bloggern geschätzt wird. Es kommt gut an. Aber ich habe erlebt, wie heftig Kritik werden kann, wenn man unabsichtlich spoilert und wie eingeschüchternd das sein kann. Und mit der relativ emotionalen Aussage, dass man andere traurig macht, könnte man Leute unbeabsichtigt davon abhalten, zu spoilern, obwohl sie es gern tun würden. Ich denke, das ist nicht notwendig. Aber letztendlich ist es tatsächlich deine Meinung und das finde ich in Ordnung.

      Mein erster Satz bezog sich darauf "Im ersten Teil haben wir ja schon geklärt:" - hier hätte ich gern einen Link zum ersten Teil gehabt, in dem das Thema "Rezi-Ex." näher erklärt wird.

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    5. Hey Evy,

      Finde ich persönlich gar nicht. Ich habe da wohl 2 passende Beispiele. Vor Wochen kam Raven's Blood raus und die eigentliche Handlung, was es mit den Raben auf sich hat etc wirderst mit einer Wendung und Erklärung klar, die die ganze story prägt und erst dann auch die anfänglichen Fragen geklärt werden. Die Spannung am Anfang ist also nur wirklich vorhanden, wenn man nicht weiß worum es geh. Dank einer Bloggerin wurde aber gerade diese Wendung bereits vor meinem Lesen aufgelöst und die ganze Spannung, die ich anfangs noch empfunden habe, war einfach weg und ich war ziemlich sauer, dass sie nicht gesagt hat, dass sie spoilert. Es hat mir so viel genommen.
      Zweites Beispiel GoT.ein Grund, wieso ich nach Folge 3 Staffel 1 aufgehört habe, waren unter anderem die ganzen Spoiler im Netz. Das nervt irgendwann wirklich, wenn du bereits vor der Folge weißt, wer stirbt, oder wie der Plottwist aussieht. Das hat mich beides echt wütend gemacht, bzw enttäuscht. Wenn man sich bewusst spoilert und weiterliest, obwohl das Spoiler steht, selber schuld. Aber uns geht es um das unfreiwillige spoilern, denn das kann so viel kaputt machen....
      Man muss halt auch auf seine Rezension gucken und sagen: ist das, wenn ich das so schreibe, Ein Spoiler und nimmt es den anderen zu viel vorweg? Oder man lässt halt jemand objektiven drüberlesen. Dafür habe ich meine Bloggergang oder meine Mama 😅 gerade weil es immer Sachen gibt, die ich persönlich zu viel finde... dann soll man wirklich einfach eine spoilerwarnung schreiben. Nichts ist blöder, als DIE Wendung schon vorher zu kennen, ohne es wissen zu wollen 🙈 und dann kann ich auch verstehen, dass man sauer wird. Wobei ich immer denke, dass der Ton die Musik macht.

      Liebe Grüße,
      Anna

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  4. Liebe Ava,

    wirklich toll, dein Leitfaden! :) Vor allem für Neulinge in der Bloggerbranche sehr hilfreich. Ich persönlich kriege die Krise, wenn eine Rezension aus folgenden Sätzen besteht: "Das Buch ist toll. Es ist für jeden etwas dabei. Kann ich empfehlen." Das war auch schon bei meinem Buch einmal der Fall. Ich habe einem Buchblogger ein Rezensionsexemplar von "Tausend Lichter" geschickt, das er vorher bei mir angefragt hat. Dafür, dass ich ihm das Reziexemplar von meinem Taschengeld "spendiert" habe, erhoffte ich mir natürlich eine ausführliche, seriöse Rezension (nein, keine positive! Ich möchte ja die Wahrheit wissen.). Und da kommen der Klappentext, ein Coverfoto von Amazon (noch nicht mal ein eigenes) und die drei Sätze raus. Ach so, das lange Fazit habe ich ja noch vergessen ^^: "Lesenswert."
    Na ja, zum Glück sind die meisten Buchblogger/innen nicht so drauf, sondern geben sich auch wirklich Mühe bei ihren Rezensionen. Aber da gibt es halt auch die ein oder anderen schwarzen Schäfchen. :/

    Liebe Grüße,
    Julia

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  5. Hallo Ava :)

    Ich schreibe auf meinem Blog wirklich sehr ausführliche Rezensionen, weil ich auch auf den Aufbau, den Schreibstil und auf besondere Merkmale eingehe. Manchmal denke ich wirklich, dass meine Rezensionen dadurch viel zu lang werden, aber dein Beitrag hat mir das Gegenteil gewiesen :)
    Danke dafür :)

    Auch deine Hinweise zu Rezensionsexemplaren sind toll, mir ist es auch schon des Öfteren aufgefallen, dass Autoren und Verlage sehr jungen Blogs die Exemplare verweigern. Verstehen kann ich das schon, weil diese wohl von viele Bloggern keine Rückmeldung bekommen, was ich wirklich schade finde :(

    Viele liebe Grüße,
    Svenja Feierabend vom Blog "Lesemärchen"

    Viele Liebe Grüße,
    Svenja Feierabend vom Blog "Lesemärchen"

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  6. Danke für diesen tolles Leitfaden!

    Er hilft wirklich weiter, mein Blog ist noch sehr klein und bunt gemischt was die Berichte angeht- aber deine Tipps werde ich mir auf jeden Fall zu Herzen nehmen.

    Liebe Grüße

    Franzi

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  7. Huhu Ava,
    ein wichtiger Beitrag - gerade bei der Länge der Rezension bin ich bei dir. Wenn 80-90% des Textes Inhaltswiedergabe ist und dann nur zwei-drei Sätze zur eigenen Meinung da stehen, kann ich die Rezension nicht für voll nehmen. Klar, gibt es auch Kurzrezensionen, da ist das was anderes, aber auch hier gilt - wenn man nur ca. 6 Sätze schreiben will, und davon 5 für den Inhalt draufgehen, dann ist es keine aussagekräftige Rezension.

    Auch, was die Gürtellinie angeht, bin ich ganz deiner Meinung. Man kann einen Autor kritisieren, aber konstruktiv. Was soll ein Autor mit der Kritik 'kann nicht schreiben' denn anfangen? Ich halte zwar mit meiner Meinung nicht hinterm Berg, aber wenn ich kritisiere, dann so, dass der Autor auch versteht, was mich aufgeregt hat.

    Aber bei den Spoilern tu ich mich schwer. Kann man wirklich ohne Spoiler schreiben? Wann ist ein Spoiler ein Spoiler? Wenn ich nun schreibe 'treffen Vergangenheit und Gegenwart auf die üble Art aufeinander' ohne, dass das schon im Klappentext beschrieben wurde, ist das dann schon ein Spoiler?
    Ich markiere meine Spoiler grundsätzlich, wurde aber auch schon bei einer als mit Spoilern behafteten Rezension gefragt, wo genau denn jetzt der Spoiler auftaucht?!
    Vielleicht hast du da noch einen ausführlicheren Tipp oder sogar einen Beitrag in petto?
    Vielleicht liegt mein Problem auch daran, dass ich mit Spoilern gar nicht so viele Probleme habe. Manchmal muss ich während dem Lesen im Buch vorblättern und lesen was passiert, ehe ich in Ruhe weiterlesen kann.

    Liebe Grüße,
    Linda

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  8. Liebe Ava,
    ein wirklich schöner und vor allem sehr hilfreicher Blogbeitrag! :)
    Oh ja, ich hasse es auch, wenn Leute spoilern... -_- Ich verstehe es vor allem einfach nicht: Man selbst möchte doch auch nicht von anderen gespoilert werden - warum macht man das dann?!
    Ich hoffe, ich selbst erzähle in meinen Rezensionen nicht zu viel... Es ist nämlich irgendwie auch schwierig die richtige Dosis zu finden, denke ich.
    Liebste Grüße,
    Miriam
    http://poesiegeklecker.blogspot.de/

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